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Sandra Ahrens Landesvorsitzende
 

Bremer Frauen Union fordert Umsetzung von Unisex Tarifen für alle Versicherungen

Mit der am 30. März 2004 verabschiedeten europäischen Richtlinie wurde grünes Licht für Unisex Tarife in allen Versicherungen gegeben. In dem Beschluss heißt es u.a: „Die Differenzierung bei Prämien oder Leistungen auf der Grundlage des Geschlechts stellt eine Diskriminierung dar, da das Geschlecht ein Faktor ist, der nicht beeinflusst werden kann.

Sandra Ahrens, die Landesvorsitzende der Frauen Union, fordert daher die Umsetzung dieser Richtlinie für alle privaten Versicherungen.

Die gerade von der Bundesregierung vorgenommene Änderung, künftig für den Bereich der staatlich geförderten Riester-Rente gleiche Tarife für Mann und Frau festzuschreiben stellt aus Sicht der Frauen Union daher nur einen ersten Schritt dar. Hiernach sollen Unisex-Tarife in Vorsorgeverträgen berücksichtigt werden, die nach dem 31. Dezember 2005 abgeschlossen werden. Die Versicherer müssen die über 3000 für die Förderung zugelassenen Musterverträge bis Ende 2005 umstellen. Bereits abgeschlossene Verträge sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

„Die europäische Richtlinie gilt aber zum Beispiel auch für die private Krankenversicherung, nicht etwa nur die Riester-Rente“, erinnert die Landesvorsitzende der Frauen Union. In diesem Bereich zahlen Frauen mehr als Männer, weil sie das „Geburtsrisiko“ tragen. Doch auch Männer werden bisher diskriminiert. Männer zahlen bisher höhere Beiträge bei Risikolebensversicherungen, da Ihr Todesrisiko erheblich höher ist. Unisex Tarife sind also gerechter für beide Geschlechter, so Sandra Ahrens abschließend.


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